Kommunalpolitik für junge Menschen attraktiver machen

Veröffentlicht am 02.03.2016 in Allgemein

Bildunterschrift (v. l.): Marcel Rau, Kristine Tromsdorf, Horst Röhrig, Marie Struse, Gerhard Merz, (es fehlt Prof. Dr.

Auf ihrer Wahlkampftour durch sämtliche Langgönser Ortsteile anlässlich der Kommunalwahl am 6. März machten die Langgönser Sozialdemokraten auch Station in der Gaststätte „Kleebachtal“ in Dornholzhausen. Sie freuten sich über die Unterstützung von Gerhard Merz, dem Landtagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden der SPD in Gießen, der gemeinsam mit Horst Röhrig, Bürgermeister und Spitzenkandidat für die Wahl der Gemeindevertretung, wichtige kommunalpolitische Themen diskutierte.

 

Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Kristine Tromsdorf, der stellvertretenden SPD-Ortsvereinsvorsitzenden und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD-Gemeindefraktion.
Angesprochen auf die anstandslosen Kommentare in den sozialen Netzwerken, von denen er teilweise selbst persönlich betroffen ist, vermutete Merz, dass solche Gedanken schon immer da gewesen sind. Durch die Anonymität begünstigt, seien diese jedoch schamloser als früher. Die Menschen würden spüren, dass Deutschland nicht mehr sein wird wie vor vier Jahren. Sie würden merken, dass die Globalisierung mit voller Wucht zurückkommt, das mache vielen Angst. Diese Angst schlage teilweise in Aggression um. Merz sieht darin ein gesellschaftliches Problem, dem man entgegentreten müsse. Hinsichtlich der Flüchtlingssituation sagte Merz, dass es das Land, trotz einem zeitweise hohen Ansturm, gut hinbekommen habe. Ein großes Problem sehe er beim BAMF, hier werde sich bei Nachbesetzung der Stellen die Lage entspannen. Keiner wisse jedoch, wie sich die Situation in den Krisengebieten entwickeln und wie sich Europa verhalten wird. Klaus Ulm, der sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit in Niederkleen einsetzt, regte an, den Helfern Grundlagen zur Verfügung zu stellen, was rechtlich alles zu beachten sei. Zum Thema, was Dornholzhausen auf Dauer benötige, um attraktiv zu bleiben, erläuterte Röhrig, dass der Ortsteil über eine sehr gute Dorfgemeinschaft verfüge. Dies habe sie anlässlich der 1200-Jahr-Feier im letzten Jahr gezeigt, welche mit einem kleinen Hessentag vergleichbar gewesen sei. Marcel Rau, der Spitzenkandidat der SPD für die Ortsbeiratswahl in Dornholzhausen und selbst Vorsitzender eines Dornholzhäuser Vereins, ergänzte, dass dies nur geklappt habe, weil die Vereinsstruktur gesund ist. Man habe Verantwortung übernommen und die anderen hätten alle dahinter gestanden. Viele Sponsoren hätten unterstützt. Röhrig fügte hinzu, dass die Infrastruktur gut sei, das Dorf mache einen guten Eindruck. Er wies darauf hin, dass Dornholzhausen noch in diesem Jahr eine gute Breitbandversorgung erhält. Er betonte, dass es wichtig sei, den eingruppigen Kindergarten zu erhalten, eine bessere und spürbare Landesförderung dazu wäre hilfreich. Tromsdorf stellte die Aktion der Landes-SPD zu „Gebührenfreien Kitas für Hessens Familien“ vor. Merz ergänzte, dass die Frage von Gebührenfreiheit ein Thema von Familienfreundlichkeit sei. Hinsichtlich des Aufbaus von echten Ganztagsschulen stellte Merz dar, dass dieser Schritt bildungspolitisch richtig sei. Wenn man wolle, dass Nachteile bei Bildung bereinigt werden sollen, dann müsse man auch den Kindern die Zeit zum Lernen geben, betonte er. Ganztagsschulen würden auch die Möglichkeit bieten, sich vom drei-gliedrigen Schulsystem mit Haupt-, Realschule und Gymnasium weg zu entwickeln, was in vielen anderen Ländern bereits erfolgreich praktiziert werden würde. Am Ende der Podiumsdiskussion rief Kristine Tromsdorf zum Wählengehen auf. Wählen sei ein ganz zentrales Thema unserer Demokratie, betonte sie. Marie Struse, die ebenfalls für die Ortsbeiratswahl in Dornholzhausen kandidiert, teilte mit, dass sie Kommunalpolitik für junge Menschen attraktiver machen möchte. Für die Zukunft unserer demokratischen Gesellschaft sei es ihr wichtig, das Interesse Jugendlicher für Politik und Beteiligung zu wecken.
Die SPD-Kandidaten für die Ortsbeiratswahl Dornholzhausen und die Langgönser Gemeindevertretung stellten sich vor: Für Ortsbeirat und Gemeindevertretung kandidiert Marie Struse (Studentin). Für den Ortsbeirat kandidieren Marcel Rau (Student) und Prof. Dr. Axel Wehrend (Tierarzt und Universitätsprofessor).
 

 

Anja Asmussen  

Anja Asmussen  

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