SPD in Langgöns

Zukunft gemeinsam gestalten!

In Langgöns schlägt das kulturelle Herz in den Vereinen!

Veröffentlicht am 17.10.2012 in Presse

v.l.: Gerald R. Dörr, Thomas Schmidt

- SPD-Langgöns gegen KOA-Vorschlag zur Förderung von Kulturinitiativen -


Die SPD spricht sich eindeutig gegen den Richtlinien-Vorschlag der in Langgöns regierenden Jamaika-Koalition für die Förderung von Initiativen im Kulturbereich aus. Dies haben Fraktionsvorsitzender Thomas Schmidt und Parteichef Gerald R. Dörr in einer gemeinsamen Pressemitteilung deutlich gemacht.

Der Richtlinien-Vorschlag, den die Koalition im Rahmen der letzten Sitzung des Sozial-, Sport- und Kulturausschusses gemacht hatte, ist aus Sicht der SPD viel zu kompliziert.
„Diese Richtlinien würden einen enormen bürokratischen Aufwand darstellen“ erklärt Thomas Schmidt. „Da käme theoretisch ein Riesenberg an Arbeit auf die Verwaltung zu“.
Theoretisch stellt dabei das Stichwort für Gerald Dörr dar. „Ich frage mich ernsthaft, welche Initiativen hiermit überhaupt abgedeckt werden sollen? Ich kenne nicht eine einzige, die hier bedacht werden könnte“
In dem Zusammenhang verweist Dörr auf die bereits bestehenden „Richtlinien zur Förderung von Sport, Freizeit und Erholung in der Gemeinde Langgöns“.
Die Musik- und Gesangsvereine werden hier in hohem Maße unterstützt, sei es bei Zuschüssen zu Noten, zu Instrumenten oder die Zuweisung für die Durchführung von Konzertveranstaltungen und die Zuweisung für den Einsatz von Übungsleitern. „Wir haben hier bereits sehr komplexe Richtlinien, die eine hervorragende Förderung der kulturtreibenden Vereine in Langgöns darstellen.“
Thomas Schmidt verweist zusätzlich auf die ebenfalls in den bereits bestehenden Richtlinien verankerten allgemeinen jährlichen Zuweisungen in Höhe von 120 Euro für jeden Verein, Abteilung oder eigenständige Untergliederung.
„Dabei ist zu bedenken, dass wir in der letzten Legislaturperiode diese Zuweisungen als „Freiwillige Leistungen“ im Rahmen der Haushaltskonsolidierung um jeweils 20 Euro senken mussten“ mein Schmidt und ergänzt: „Wenn der neue Richtlinien-Vorschlag der Jamaika-Koalition umgesetzt werden würde, könnten bis zu 2.500 Euro an die angesprochenen Initiativen verteilt werden. Wir hätten also den mehr als 100 Vereinen, Abteilungen und Untergliederungen in der Gemeinde die Fördergelder weggenommen, um sie dann an wenige zu verteilen. Das ist mit uns nicht zu machen.“
Gerald Dörr pflichtet seinem Parteifreund bei: „Wenn diese Richtlinien beschlossen und umgesetzt werden, ist dies ein Schlag ins Gesicht der Vereine in allen sechs Langgönser Ortsteilen und des Ehrenamtes. Das kann man den in den Vereinen engagierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern niemals erklären“.
Einig sind sich die beiden Sozialdemokraten, dass sich Richtlinien und Satzungen auch nicht eins zu eins übertragen lassen. „Der Vorschlag der Koalition basiert auf Richtlinien der Stadt Gießen aus der Mitte der 90er Jahre. Man kann Gießen nicht mit Langgöns vergleichen und die 90er nicht mit diesem Jahrzehnt und der finanziellen Situation, in der die Kommunen heute stecken“ betont Thomas Schmidt. „In einer größeren Stadt wie Gießen gibt es zahlreiche Gruppierungen, Initiativen und Projekte jenseits der Vereine, da mag Bedarf für solche Richtlinien bestehen. In Langgöns schlägt das kulturelle Herz in den Vereinen. Das ist eine völlig andere Struktur. Gießen ist Gießen und Langgöns ist Langgöns. Wir können auch kein Energie- oder Verkehrskonzept von einer größeren Stadt auf unsere Gemeinde übertragen“, ergänzt Gerald Dörr abschließend.