SPD in Langgöns

Zukunft gemeinsam gestalten!

Jahreshauptversammlung SPD Ortsverein Langgöns

Veröffentlicht am 09.04.2009 in Presse

Zur Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins Langgöns konnten neue Mitglieder begrüßt werden. Mahnende Worte des Vorsitzenden Gerald R. Dörr zur gesellschaftlichen Situation in Deutschland und zur Politik der Langgönser "Jamaika-Koalition".

Zunächst gedachte die Versammlung der verstorbenen Mitglieder. Erfreut zeigte er sich über 3 neue Mitglieder, darunter Stefanie Bieneck, die an diesem Abend in die SPD eintrat. Für den dauerhaften Erhalt der Mitgliederzahl und der Struktur benötige der Ortsverein jedoch acht bis zehn neue Mitglieder pro Jahr. Positiv sei in dem Zusammenhang auch die Neugründung der Jusos in Kooperation mit Butzbach, Münzenberg und Rockenberg. Daniel Guterding ist einer der Sprecher der Gruppe. Dörr dankte ihm und all den anderen jungen Mitgliedern, stellvertretend auch noch dem Ortsvereinsvorstandsmitglied Sebastian Schupp für ihr Engagement.

Schwerpunkte der Vorstandsarbeit waren Themen zu örtlichen politischen Maßnahmen, zu geselligen und politischen Veranstaltungen sowie zur Landtagswahl im Januar dieses Jahres, wo die SPD trotz guter Arbeit des Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel wie überall in Hessen herbe Verluste hinnehmen musste.

Schwerpunkte der politischen Arbeit des SPD-Ortsvereins waren der traditionelle Neujahrsempfang mit Landrat Willi Marx und Landratskandidatin Anita Schneider, der mit etwa 90 Gästen sehr gut besucht gewesen sei. "Dass es mit dem Neujahrsempfang der Gemeinde jetzt auch Konkurrenz zu unserer Veranstaltung gibt, hat uns nicht geschadet. Wir werden diese Veranstaltung auch in Zukunft weiter durchführen", kündigte Dörr an.

Das bei der SPD Langgöns auch kulturell und gesellig zugeht, beweisen die vielen Veranstaltungen: Monatlich werden Stammtische der SPD-Ortsbezirke in Lang-Göns und im Kleebachtal durchgeführt. Größere Gruppen nahmen an Wanderausflügen an den Rennsteig und zum Hausberg teil. Am Dorfgemeinschaftstag und am Weihnachtsmarkt der Gemeinde Langgöns war der Ortsverein wiederum vertreten. Wiederholt hat das Sommerfest mit MdB Rüdiger Veit, eine Weinprobe in Oberkleen und der längjährige Kinderkleidermarkt in Lang-Göns stattgefunden.

In seinem persönlichen Ausblick thematisierte Dörr auch die sozialen Unterschiede in Deutschland. "Wie nach den beiden Weltkriegen gibt es hierzulande wieder so etwas wie Suppenküchen! Es kann doch nicht sein, dass in diesem reichen Land Menschen auf die Almosen anderer angewiesen sind." Auch die Kinderarmut könne vor allem nicht sein. Er prophezeite, dass völlig neue soziale Aufgaben auch und gerade auf die Kommunen, auf die Kommunalpolitik, aber auch auf Vereine und Institutionen zukämen. "Das Gemeinwohl wird wieder eine stärkere Rolle einnehmen müssen, Vereine, Feuerwehren, Kirchen und die Parteigliederungen auf den unteren Ebenen werden stärker denn je benötigt werden", so Dörr. Alle Gruppierungen müssten sich beispielsweise überlegen, ob sie nicht Beitragsfreiheit für die anbieten könnten, die nichts hätten und die durch die fehlende Möglichkeit der Beitragszahlung noch weiter von sozialer und gesellschaftlicher Teilhabe abgeschnitten würden.

Auch warf Dörr die Frage auf, ob weitere Großprojekte wie beispielsweise ein weiteres Bürgerhaus in der Tat notwendig seien oder ob Kommunen nicht noch verstärkt da eingreifen müssten, wo Menschen vom Verlust ihrer Existenz bedroht seien. Er dankte ausdrücklich allen Mitstreitern, dem Vereinsvorstand, den Ortsbezirksmitgliedern, ganz besonders Bürgermeister Horst Röhrig, dem neuen Fraktionsvorsitzenden Thomas Schmidt und seinem Vorgänger Rupert Bunk, Kristine Tromsdorf, die als Mitglied des Kreistages die kommunalpolitischen Interessen der SPD auf Kreisebene vertrete und als schulpolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion auch überregional engagiert sei und Daniel Guterding als Sprecher der neuen Juso-Gruppe. Auch den vielen in Sozialverbänden und -vereinen engagierten Genossen sprach er seinen Dank aus.

Zum Schluss kritisierte der Ortsvereinsvorsitzende die Langgönser Jamaika-Koalition: Er empfinde es nur als störend, wie die Koalition, getrieben von "Eigennutz, von Eitelkeit, aber auch von Revanche-Gelüsten" an vielen Stellen leider keine Politik für die Menschen in Langgöns und seinen Ortsteilen, sondern für sich selbst mache. "Dies ist sehr ärgerlich und bringt Langgöns und unsere Gesellschaft nicht voran." Die Informationen wurden ergänzt durch Informationen von Bürgermeister Horst Röhrig und des Fraktionsvorsitzenden Thomas Schmidt.