SPD in Langgöns

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Langgönser SPD-Chef nimmt zu Stellenbesetzungssperren Stellung

Veröffentlicht am 02.03.2010 in Presse

Gerald R. Dörr, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Langgöns ist in einer Pressemitteilung auf die finanzielle Situation der Kommunen und Stellenbesetzungssperren eingegangen. Faireren Umgang miteinander eingefordert.

Der Sozialdemokrat bedauerte, dass die unterschiedliche kommunalpolitischen Gruppierungen in den verschiedensten Kommunen heftig über die Verwendung des „von Bund und Land zu verantworteten Mangels“ streiten würden und auch gerade die Bürgermeister attackiert werden würden, statt Berlin und Wiesbaden dazu zu bewegen, die Kommunen mit dem nötigen Kapital auszustatten. „Unsere Bürgermeister genießen ein hohes Ansehen in der Bevölkerung und 80% der Bürgerinnen und Bürger sind mit ihrer Arbeit zufrieden, wie eine Bertelsmann-Stiftung zeigt“ erklärte er.
„Die kommunalen Vertreter aller in Berlin und Wiesbaden vertretenen Parteien sollten lieber Seite an Seite kämpfen und ihre Bundestags- und Landtagsabgeordneten auffordern, sich für bessere Rahmenbedingungen der Kommunen einsetzen“ forderte Dörr.
Von Stellenbesetzungssperren hält der Sozialdemokrat nichts. Wer jetzt fordere oder beschließe, dass freiwerdende Stellen nicht mehr besetzt werden sollen und stattdessen die verbliebenen Kolleginnen und Kollegen „die Arbeit mit machen sollen“ unterstelle unterschwellig, dass sowohl die ausscheidenden als auch die verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verwaltungen, Bauhöfen und den anderen öffentlichen Einrichtungen ihre Kapazitäten nicht ausschöpfen würden.. „Dies empfinde ich als äußerst unfair, denn die allermeisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter z.B. der Gemeinde Langgöns sind hoch motiviert und voller Elan bei der Sache und haben diese Unterstellungen nicht verdient“.
Der SPD-Chef lobte in diesem Zusammenhang die Mitarbeiter des Bauhofes, die in dem zu Ende gehenden Winter Zusatzschicht um Zusatzschicht geleistet hätten, um der Schneemassen auf den Straßen Herr zu werden.
Eine weitere Reduzierung kommunalen Personals würde auch zwangsläufig zu weiteren gesundheitlichen Schäden von Angestellten und Arbeitern führen. Aus eigener Anschauung weiß Dörr, dass manche eigentlich kranke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in kommunalen Diensten über Wochen und Monate aus Kollegialität ihre Krankheiten ignorieren und sich zur Arbeit quälen würden, obwohl sie körperlich und mental bereits ausgelaugt seien.
„Wenn Politik hier die Daumenschrauben anzieht, drohen reihenweise weitere Ausfälle durch Überlastung bis hin zum Burn-Out und damit früher oder später auch die partielle Handlungsunfähigkeit einzelner Kommunen aus Personalmangel“ warnte der 47-jährige Oberkleener.
Auch mahnte er einen faireren Umgang miteinander an. „Ich habe schon Gremiensitzungen erlebt, in denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kommunen als „Faulenzer“ deklariert wurden oder anwesende Gemeindemitarbeiter von Kommunalpolitikern persönlich beschimpft wurden und finde dies unerträglich. Nur Hand in Hand könnten Verwaltung und Politik in ihrem Handeln zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger erfolgreich sein“ erklärte Dörr abschließend.