SPD-Landratskandidatin Anita Schneider und Mitglieder der SPD Ortsvereine Langgöns und Linden informierten sich über die Biogasanlage von Wilfried Schiffner auf seinem landwirtschaftlichen Betrieb in Leihgestern. Die Landratskandidatin möchte die Energiepolitik des Landkreises Gießen nach ihrer Wahl in neue Bahnen lenken und das vorhandene Energiepotential verstärkt nutzen.
Anita Schneider und die Vertreter der SPD-Ortsvereine zeigten sich von der Anlage und den Möglichkeiten, die sich aus der relativ einfachen Bearbeitung von Biomasse zur Energiegewinnung ergeben, beeindruckt. Schiffer erläuterte, dass neben der elektrischen Energie die 60-Kilowatt-Anlage Wärme erzeugt, mit der neben der Stromerzeugung sieben Wohnungen nahezu das ganze Jahr über mit heißem Wasser für Heizung und Brauchwasser versorgt werden können.
Der benachbarte Bio-Milchviehbetrieb liefert zur „Fütterung“ der Anlage Gülle, die mit eigens dafür angebauten Futtergetreide in den Fermenter eingebracht wird. Neben den täglich anfallenden Rinderexkrementen sorgen ca. 800 Kilogramm Getreide für genügend Nahrung der dort wirkenden Bakterien zur Biograsproduktion.
Anita Schneider sieht das als gutes Beispiel, dass schnell Schule machen könnte. Hier gelte es, die vorhandenen landwirtschaftlichen Flächen im Landkreis Gießen als Energiepotentiale mit dem Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien im Landkreis zu erhöhen, zu nutzen. Dafür sei eine Förderung der Anlagen als auch eine Vernetzung der regionalen Akteure wichtig.
Unterstützung für diese Absicht bekam Anita Schneider vom Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Langgöns, Gerald Dörr. Er möchte, dass auch für Langgöns ein Energiekonzept erarbeitet wird. Ziel müsse dabei sein, dass die Gemeinde Langgöns langfristig ihre Energie aus eigener Kraft herstellt.