Die Langgönser SPD-Fraktion möchte am Gönsbach und seinen Gräben die Hochwassergefahr im Ortskern der Kerngemeinde Lang-Göns reduzieren. Die Begradigung des Baches sorgt für Hochwassergefahr - für die Nutzung des Rückhaltebeckens wird eine Optimierung gefordert.
Der Fraktionsvorsitzende Thomas Schmidt erläuterte während der letzten Sitzung der Gemeindevertreter in Dornholzhausen, dass im Rahmen von früheren Flurbereinigungen der Gönsbach und seine kleinen Zuflüsse begradigt wurden. Beim Katastrophen-Unwetter am 30. Mai 2008 hätte sich der Gönsbach sein ursprüngliches Bachbett im Bereich der Wiesenstraße und durch den Niederhofen gesucht.
Auch sei zu beobachten gewesen, dass die Wassermassen durch die geraden Gräben schossen und an verschiedenen Stellen Rückstaus entstanden. Auch bei einem Unwetter am 2. August vergangenen Jahres, das in seiner Stärke zwar nicht mit dem zuvor genannten vergleichbar gewesen sei, wäre der Gönsbach in kürzester Zeit derart angeschwollen, dass offensichtlich durch Rückstau bedingt in der Wiesenstraße die Brücke kurz vor der Überflutung gestanden habe.
In der Moorgasse hätten die Wassermassen fußballgroße Steine durch das betonierte Bachbett transportiert. Da zukünftig mit einer Zunahme von Unwettern zu rechnen sei, müsse neben entsprechenden Renaturierungsmaßnahmen auch eine Optimierung des Rückhaltebeckens in der Schillerstraße erfolgen. Unter diesen Aspekten müsse der Gönsbach in Kooperation mit dem RP Gießen und der Stadt Butzbach in der Gemarkung Kirch-Göns von der Quelle aus untersucht werden. Der Antrag wurde einstimmig angenommen und in den Umwelt- und Verkehrsausschuss verwiesen.