Trotz der Ferien hatten sich vor dem Gelände des Gießener Anzeigers acht Mitglieder der SPD Langgöns eingefunden, um zum einen mit dem für sie zuständigen Redakteur Ernst Weißenborn zu sprechen als auch den Produktionsprozess der Zeitung nachzuvollziehen.
Zuerst sprachen sie im Zimmer des Redakteurs über seine Arbeit und konnten dabei feststellen, dass es in jeder Hinsicht heiß her geht in den Redaktionsstuben. Für den Raum Langgöns, Pohlheim und Linden stehen normalerweise eineinhalb Seiten zur Verfügung, die er und seine freien Mitarbeiter tagtäglich mit Neuigkeiten füllen. Die Presseerklärungen von Vereinen und auch den Parteien sind da keine unwichtige Grundlage.
Dann folgte ein Rundgang durch das Haus, und die Sozialdemokraten konnten feststellen, dass da, wo es der Produktionsprozess erfordert, auch mit kühlem Kopf gearbeitet werden kann. Neben den aktuellen Maschinen wurde auch ein Blick auf das kleine Museum geworfen, in dem die Vorvorgänger der jetzigen Druckmaschinen stehen.
Zu guter Letzt ging es ganz nach oben, wo in gemütlicher Atmosphäre noch ein längeres Gespräch mit Herrn Weißenborn stattfand. Die Zukunft des gedruckten Mediums war ebenso ein Thema wie mancher Umgang mit den Bedingungen vor Ort. Mit einem herzlichen Dankeschön verließen die Frauen und Männer aus Langgöns das Haus, in dem Herr Weißenborn trotz fortgeschrittener Stunde noch eine gewisse Zeit arbeiten musste.