MdL informierte sich in Cleeberg über die Umsetzung im Langgönser Ortsteil! / Oberkleen soll gleiche Grundsätze beim Förderprogramm vorfinden!
Der SPD-Landtagsabgeordnete Thorsten Schäfer-Gümbel (TSG) aus Lich-Birklar hat sich im Rahmen eines Ortstermins in Langgöns-Cleeberg ein Bild über die Umsetzung des Dorferneuerungsprogramms gemacht. „Cleeberg wurde nicht zu Unrecht bis in die 50-er Jahre hinein „Malerstädtchen im Hintertaunus“ genannt“ meinte Schäfer-Gümbel und verwies auf die schöne Lage des Ortes. „Es ist toll, was Dank der aktiven Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger aus Cleeberg mit dem Arbeitskreis Dorferneuerung an der Spitze hier in den letzten Jahren geschaffen wurde“ erklärte der Sozialdemokrat.
Das Cleeberger Gemeindevorstandsmitglied Alwin Jung zeigte „TSG“ vor allem die öffentlichen Schwerpunktmaßnahmen wie den neuen Denkmalsplatz und den Kirchplatz, die Neugestaltung des Straßenplatzes Obere Pforte / Denkmalsweg und des Platzes vor der Feuerwehr. „Gerade der Brunnenplatz wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen“ freute sich Jung.
Die Cleeberger Lokalhistorikerin und Vorstandsmitglied im „Freundeskreis für Brauchtum und Geschichte“, Helga Block präsentierte Schäfer-Gümbel u.a. die sanierte Mauer in der Alten Gasse mit dem „Judenborn“.
„Man sieht, dass hier konzeptionell vorgegangen wurde“ erklärte der Kandidat für den Wahlkreis 19 zur Landtagswahl am 27. Januar.
Die historischen Gegebenheiten und die Bausubstanz wurden auch durch die Sanierung erfolgreich erhalten, ob in alten Wohnhäusern, den zum Teil umgenutzten Scheunen und Nebengebäuden oder den Hofstrukturen. Auch sei die Erhaltung und Neuanpflanzung von Bäumen ebenso gelungen, wie die verkehrsberuhigte Gestaltung, die Schaffung von Plätzen und das Gleichgewicht von Bebauung und Freiflächen.
„Wenn man sieht, was in Cleeberg geschaffen wurde, kann der schleichende Rückzug des Landes aus der Dorferneuerung nur Unverständnis auslösen. Wir müssen den ländlichen Raum in seinen Entwicklungsmöglichkeiten stärken. Die zunehmende Zentralisierung ist jedenfalls eine falsche Strategie und würde langfristig auch so schönen Dörfern wie Cleeberg schaden. Es darf aber nicht vergessen werden, dass es Geld und Strukturen alleine nicht machen. Die Bürgerinnen und Bürger machen das Gemeinwesen aus und eine so engagierte Frau wie Frau Block ist ein Glücksfall“, so TSG in Würdigung der Lokalhistorikerin.
„Die bisherigen Fördergrundsätze haben sich jedenfalls landesweit bewährt und sollten daher nicht verändert werden“ meinte Schäfer-Gümbel. Dies habe Cleeberg aktuell bei der Umsetzung des Dorferneuerungsprogramms gesehen und das wollen auch die Oberkleener Bürgerinnen und Bürger bei der künftigen Aufnahme ihres Ortsteils in das Förder¬programm vorfinden.
Der finanzielle Spielraum der Gemeinde Langgöns bei der Mitgestaltung werde durch die Senkung des Regelfördersatzes stark eingeschränkt. Bei einem Fördervolumen von ca. 800.000 Euro wie in Cleeberg würde das entweder für die Gemeinde Langgöns eine Mehrbelastung von 120.000 Euro oder für Oberkleen weniger Mittel bedeuten, die für die Erhaltung des Dorfcharakters und die Verbesserung der Lebensqualität zur Verfügung stehen.