Am vergangenen Dienstag rief die Schülervertretung der Weidigschule Butzbach die SchülerInnen zu einer Demonstration für bessere Bildung auf. Dies geschah im Rahmen einer bundesweiten Bildungsstreikwoche.
Am vergangenen Dienstag rief die Schülervertretung der Weidigschule Butzbach die SchülerInnen zu einer Demonstration für bessere Bildung auf. Dies geschah im Rahmen einer bundesweiten Bildungsstreikwoche.
Laut Angaben der örtlichen Polizei demonstrierten zur Mittagszeit zwischen 500 und 600 Schülerinnen und Schüler friedlich auf dem Butzbacher Marktplatz. Auf ihren Plakaten kritisierten sie die Verkürzung der Schulzeit auf acht Jahre und die damit einhergehende Steigerung des Leistungsdrucks.
An der Demonstration beteiligten sich auch Jungsozialistinnen und Jungsozialisten aus Butzbach und Langgöns, um ihre Unterstützung für die Anliegen der Schülerschaft zu zeigen.
Peter Haas, Mitglied der Jusos, zeigte sich überrascht, dass kein weiterer politischer Verband den Weg zur Demonstration gefunden hatte: „Ich bedaure sehr, dass sich keine andere politische Jugendorganisation auf der Demonstration zu dem nötigen Wandel im Bildungssystem bekannte.“
Während der anschließenden Kundgebung wurde vor Allem das dreigliedrige Schulsystem kritisiert. „Niemand kann bei SchülerInnen der vierten Klasse alle Begabungen feststellen. Unser veraltetes Schulsystem verbaut gerade Kindern von Eltern, die ein geringes Einkommen haben, oft den Weg zum Studium.“, so Jannik Luboeinski, ebenfalls Juso aus Butzbach.
Zum Schluss der Demonstration forderte der Schulsprecher der Weidigschule die SchülerInnen dazu auf, ein Unterstützerformular zu unterschreiben und auf der so genannten „Meckertapete“ ihre Kritik aufzuschreiben. Die Tapete soll an das Hessische Kultusministerium geschickt werden, um dort die Büros „auszuschmücken“. SchülerInnen aller Jahrgangsstufen forderten auf der Tapete unter Anderem „Bildung statt Schule“, „besser ausgebildete Lehrkräfte“ und „kostenlose Mahlzeiten in der Mensa“.
„Meinungsfreiheit bedeutet auch freie Bildung“, stellt Peter Haas klar, „Herr Koch scheint das immer noch nicht begriffen zu haben. Daher werden wir Jusos weiterhin gemeinsam mit SchülerInnen und StudentInnen für ein besseres Bildungssystem kämpfen.“
„Insbesondere damit Studiengebühren in Hessen auch wirklich abgeschafft bleiben.“, ergänzt ihn Jannik Luboeinski abschließend.