SPD in Langgöns

Zukunft gemeinsam gestalten!

Ausstellung vom Langgönser „Bündnis gegen Rechts“ im Langgönser Rathaus

Veröffentlicht am 21.01.2009 in Presse

(v.l.): A.Hohlweck, Anita Schneider, G.Dörr, Tobias Miller, Bürgermeister H.Röhrig, R.Reinecke, K.Tromsdorf

Noch bis zum 29. Januar ist in den Fluren des Langgönser Rathaus eine Ausstellung zu sehen, die die Machenschaften des Neofaschismus in Deutschland in all seinen Facetten aufzeigt.

Das Langgönser „Bündnis gegen Rechts“ hat die von der „Vereinigung der verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten“ (VVN-BdA) nach Langgöns geholt, um auf die mehr als nur aufkeimende Saat des hinzuweisen: „Wir halten es für notwendig, auf die Machenschaften der neuen und alten Rechten hinzuweisen, zumal die Bevölkerung in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs besonders aufgeschlossen ist für extreme Positionen von rechts wie von links,“ sagte Mitarganisator Axel Hohlweck bei der Ausstellungseröffnung. Zusammen mit Tobias Miller, Gerald Dörr und Kristine Tromsdorf vom Langgönser „Bündnis gegen Rechts“ hatte Hohlweck dafür gesorgt, dass die Wanderausstellung auch im Langgönser Rathaus zu sehen ist.

Sie analysiert in vier Teilen nach einer allgemeinen Einleitung die Ideologie des Neofaschismus mit ihrem zentralen Element, der „Volksgemeinschaft“, zeigt die organisatorischen Strukturen der neonationalistischen Vereinigungen auf und gibt einen Einblick in die sich in bestimmten Kreisen immer weiter ausbreitenden faschistischen Symbolik mit ihrer Musik und geheimen Erkennungszeichen. Darüber hinaus macht sie Hintergründe deutlich, vor denen eine solche Entwicklung erst möglich ist: „Rassismus und Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und antigewerkschaftliche Hetze sind allerdings kein Privileg offenkundig neofaschistischer Scharfmacher,“ sagte Axel Hohlweck. Es seien vielmehr immer wieder „ganz normale Politiker“ und Medien, die auf der Suche nach kurzfristigen Erfolgen durch ihre Stimmungsmache den Boden für den Neofaschismus bereiteten, so Hohlweck.

Als erste Besucher der Ausstellung informierte sich neben dem Langgönser Bürgermeister Horst Röhrig auch die Kandidatin für das Landratsamt im Kreis Gießen, Anita Schneider, über die Machenschaften der neuen Rechten ließ sich durch die Schautafeln gleichzeitig über mögliche Gegenstrategien aufklären. Die Ausstellung ist während der üblichen Bürozeiten im Langgönser Rathaus besichtigen. Der Eintritt ist kostenfrei.