Der Oberkleener SPD-Ortsbezirksvorsitzende Horst Gärtner hat in einer Pressemitteilung zur Situation rund um die Beförderung der Oberkleener Kindergartenkinder zur KITA Niederkleen Stellung genommen. Gärtner erklärte, als gewählter Gemeindevertreter und Ortsbeirat sehe er sich als Ansprechpartner des Elternbeirates und der Elterninitiative und versuche hier unterstützend einzugreifen.
Bekanntlich sollte das alte und marode Schulgebäude in Oberkleen, das den örtlichen KITA-Kindern bis zum Sommer als Kindertagesstätte zur Verfügung stand, auf Wunsch der Jamaika-Koalition in Langgöns renoviert werden.
Gegen die zahlreichen Widerstände aus der Bevölkerung, der Erzieherinnen, der Eltern und der SPD, aber auch gegen alle Vernunft, hatte diese so genannte „Neue Mehrheit“ in Langgöns entschieden, das alte Gebäude zu renovieren.
Die Oberkleener Kinder sind in der Zeit der Renovierung in der Kita Niederkleen untergebracht.
Der Sozialdemokrat bedauerte, dass in den Planungen und Kostenberechnungen niemand je die Beförderungssituation ins Auge gefasst hatte. Dies hätten die Parlamentarier, die der Renovierung und der damit verbundenen vorübergehenden Schließung zugestimmt hätten, bedenken müssen.
Bei einem Teil der Kinder gäbe es keine Probleme, weil die Eltern die Kinder auf dem Weg zur Arbeit in die Kita bringen und auf dem Rückweg wieder mitnehmen würden. Leider sei dies nur die Minderheit. In diesen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten sei es nicht mehr selbstverständlich, dass Familie zwei PKW oder Führerscheine besäßen. Besondere Probleme würden sich hier wieder einmal bei den allein erziehenden Müttern ergeben.
Da sich der Beginn der Umbauarbeiten der Oberkleener Kita durch die baulichen und technischen Mängel und die permanent schon in der Planung steigenden Kosten ständig verschiebe und mit einer Bauzeit von 12 bis 18 Monaten zu rechnen sei, müsse hier für die Eltern eine zufrieden stellende Lösung gefunden werden.
Einige Vorschläge wie eine Gebührensenkung oder die Bereitstellung eines Busses seien bereits ins Gespräch gebracht worden.
Die Bus-Lösung werde favorisiert und erste Gespräche in diese Richtung seien bereits geführt worden. Die ersten genannten Zahlen von 20 Euro Kosten für den Bus pro Tag sollten von der Gemeinde zu stemmen sein. Damit könne bewiesen werden, dass Kinder nicht nur in Reden wirklich wichtig für die Politik seien, sondern dass ihnen auch unmittelbar und aktuell geholfen werden solle.
Gärtner forderte daher alle Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung, Elternschaft und Kita-Leitung auf, sich an einen Tisch zu setzen und sachlich zu einer Lösung des Problems zu gelangen.