Gegen heftige Kritik von SPD und auch von FWG beschließt die Langgönser Jamaika-Koalition mehrheitlich mit 19 zu 16 Stimmen das heftig umstrittene kommunale Konsolidierungskonzept. Dabei hat die Mehrheit aus CDU, Grüne und FDP keine zukunftsweisende Vorschläge und Zahlen vorgelegt.
Schwerpunkt der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Langgöns in Dornholzhausen war erneut die Beratung und Beschlussfassung über das von der Jamaika-Koalition vorgelegte Konsolidierungskonzept. Es hat in der Dezember-Sitzung wegen einer Pattsituation keine Mehrheit gefunden.
Rupert Bunk, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, übte auch diesmal erneut heftig und umfangreich Kritik an dem Koalitionsentwurf, den er als "Luftblasenkonzept" bezeichnete. Dieses lehne die SPD ab, insbesondere die Stelleneinsparungspläne. Seit dem letzten Sommer sollten, so Bunk, gemeinsam Lösungswege gesucht werden, eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe sei gebildet worden, nach zwei Sitzungen dieser AG habe die "Mehrheit im Parlament festgestellt, das ist ja alles Humbug, es wurde kein Bedarf dargestellt." Dann habe die Koalition "bis in den Dezember herumgeeiert, bis diese geniale Vorlage das Parlament erreicht hat", meinte Bunk ironisch. "Besonders die Stellenbesetzungssperre hat uns provoziert", betonte der Sozialdemokrat.
Für seine Ausführungen erhielt er von ca. 30 anwesenden Gemeindebediensteten viel Applaus. Sie bangen wegen der Ankündigung der Koalition in ihrem Konsolidierungskonzept, wesentliche finanzielle Einsparungen im Personalbereich umsetzen zu wollen, um ihre Arbeitsplätze.