SPD in Langgöns

Zukunft gemeinsam gestalten!

Justizminister trägt sich ins Goldene Buch ein - Poppenhäger war einst in Langgöns Gemeindevertreter

Veröffentlicht am 17.01.2011 in Presse

v.l.: H.Röhrig, T.Schmidt, H.Poppenhäger, G.Dörr, K.Tromsdorf, H.Nachtigall, Foto: Rieger

Über exakt 100 angemeldete Gäste freute sich der Vorsitzende des Ortsvereins der SPD Langgöns, Gerald R. Dörr, der zum traditionellen Neujahrsempfang der SPD ins Bürgerhaus Lang-Göns eingeladen hatte. Als Ehrengast und Redner begrüßte er einen Mann, der vielen Langgönsern bekannt ist: Staatsminister Dr. Holger Poppenhäger, Justizminister des Freistaates Thüringen, war von 1993 bis 1995 Mitglied der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Langgöns.

Neben Bürgermeister Horst Röhrig als Spitzenvertreter der Langgönser Verwaltung begrüßte Gerald R. Dörr viele weitere Gäste.

Dörr prangerte die soziale Ungerechtigkeit in der Bundesrepublik an. „Deutschland ist eine vergleichsweise ungerechte Gesellschaft“, dies zeige eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Besorgniserregend sei die hohe Kinderarmut. Hierzulande falle jedes neunte Kind unter die Armutsgrenze, in Dänemark nur eines von 37 Kindern, nannte Dörr als Beispiel. Die soziale Schere öffne sich zunehmend, „wer hätte gedacht, dass es hierzulande wie nach den beiden Weltkriegen wieder so etwas wie Suppenküchen gibt“, denn nichts anderes seien die Tafeln. Er wünschte sich für das Jahr 2011, dass die Politiker aufhörten, sich mehr mit ihren Mitbewerbern zu beschäftigen als mit den Inhalten und sich gegenseitig zu beschimpfen.

Poppenhäger formulierte eine überaus positive Prognose für die SPD im Bund, im Land und auf Kommunalebene im Superwahljahr 2011. Die politische Stimmung habe sich für die SPD in die richtige Richtung gedreht, der Vertrauensverlust in die Bundesregierung sei historisch. Auch auf landespolitischer Ebene zeigte sich Poppenhäger optimistisch, dass die SPD bei der nächsten Wahl die CDU/FDP-Regierung wieder in die Opposition schicke. „Die Chancen stehen gut, rot-grün erreicht eine satte Mehrheit“, zeigte er sich überzeugt. Die CDU unter Bouffier präsentiere sich „saft- und kraftlos“. Der thüringische Justizminister ging auch auf das von Dörr thematisierte soziale Ungleichgewicht in Deutschland ein und bekräftigte dessen Ausführungen. Mit Wünschen für einen erfolgreichen Wahlkampf beendete er seine Rede und warb dafür, auf das „Flaggschiff der Demokratie“ zu kommen, „denn das ist seit 140 Jahren die SPD!“

Bürgermeister Horst Röhrig als Spitzenkandidat der Langgönser SPD im Kommunalwahlkampf rief zum Wahlgang auf und sprach unter anderem einen verantwortungsbewussten Umgang mit Finanzen, den Aspekten des demographischen Wandels und eine aktive Wirtschaftsförderung an. „Unterstützen Sie mich, damit wir die Wahlkampfziele der SPD erreichen!“

Bevor die Gäste die Gelegenheit zum Gespräch mit Dr. Poppenhäger und den SPD-Politikern aus Langgöns nutzten, trug sich der hohe Gast aus Thüringen in das Goldene Buch der Gemeinde Langgöns ein.

Text- und Bildquelle:
Gießener Anzeiger vom 17.01.2011 (ikr).