Wichtiger Punkt wurde auf der Prioritätenliste weit nach hinten gesetzt - -SG Kleenheim Aushängeschild Nr. 1 für die Gemeinde Langgöns!
Der Fraktionsvorsitzende der SPD in der Gemeindevertretung Langgöns, Thomas Schmidt, hat in einer Pressemitteilung zur Prioritätenliste für die Maßnahmen des Konjunkturprogramms aus Landesmitteln Stellung genommen. Diese war in der letzten Gemeindevertretersitzung Langgöns beschlossen worden.
Schmidt ging in der Erklärung vor allem auf den Punkt 11 der Liste ein, die Erneuerung des Hallenbodens in der Weidigsporthalle Oberkleen. Die von Bürgermeister Horst Röhrig und auch von der FWG beantragte Platzierung der Maßnahme auf einem deutlich früheren Platz war mit den Stimmen der Jamaika-Koalition abgelehnt worden. Dadurch waren eine ganze Reihe kleinerer Maßnahmen, wie die Sanierung alter Mauern, vor die Erneuerung des Hallenbodens platziert worden.
Schmidt sagte, er habe wenig Hoffnung, dass dieser späte Listenplatz noch mit Landesmitteln gefördert werden wird. „Der Hallenboden der Weidighalle wäre dringend zu erneuern gewesen“ betonte er. „Und bei der Konjunkturkrise und den bereits bei allen Kommunen einbrechenden Steuereinahmen ist es schon fraglich, ob und wann die Gemeinde Langgöns die Maßnahme aus eigenen Mitteln bezahlen kann“
Unterstützung erhält Schmidt an dieser Stelle vom Langgönser SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Gerald R. Dörr. „Ich bin aus allen Wolken gefallen, als mir am Tage nach der Gemeindevertretersitzung berichtet worden ist, wie dort die Prioritäten gesetzt wurden“ erklärte der in Oberkleen wohnhafte SPD-Chef und ergänzte, „die SG Kleenheim ist mit ihren Teams u.a. in Regionalliga und Oberliga das Aushängeschild schlechthin in der Gemeinde Langgöns, hat viele Jugendmannschaften, da muss man doch anders mit umgehen.“
Thomas Schmidt wies auf etwaige Szenarien hin: „Ich hoffe, dass Kleenheimer Mannschaften dadurch in den nächsten Jahren keine Punktabzüge drohen.“
Den Sicherheitsaspekt griff Gerald Dörr auf: „Die Halle wird doch auch von den Schulkindern genutzt. Was ist denn, wenn in Folge der Schäden am Hallenboden Kinder verletzt werden?“
Die beiden Sozialdemokraten haben wenig Verständnis dafür, dass alte Mauern eine größere Bedeutung als Kinder, Jugendliche und aktive Sportler haben. „Bei aller Liebe zu den historischen Mauern, hier hätte man an der einen oder anderen Stelle auch noch mal ein oder zwei Jahre schieben können. Diese kleineren Maßnahmen hätten sicher auch eher Platz in einem der nächsten Haushalte der Gemeinde Langgöns gefunden“ sind beide überzeugt.
Der verantwortungsbewusste Umgang mit den knapper werdenden Ressourcen, aber auch Vereinsförderung und gute Politik für Kinder und Jugendliche sieht aus Sicht der beiden Sozialdemokarten jedenfalls etwas anders aus.