SPD in Langgöns

Zukunft gemeinsam gestalten!

Langgönser SPD wehrt sich gegen diffuse Behauptungen!

Veröffentlicht am 19.05.2009 in Presse

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Langgöns, Gerald R. Dörr, hat in einer Gegendarstellung zu Aussagen der Langgönser Grünen gegenüber seiner Partei Stellung bezogen. „Wieder einmal werden hier von Seiten der Koalition diffuse Informationen via Presse an die Öffentlichkeit weitergegeben“ erklärte der Sozialdemokrat in seiner Mitteilung.

Die Aussage, die SPD fordere eine neue Straße zwischen Cleeberg und Espa entbehre jeglicher Grundlage, da dort ja bereits eine Straße bestehe. Es gehe aber darum, den am Sportplatz vorbeiführenden Weg bis zum Waldrand früher oder später auszubauen, um zu erreichen, dass die Durchfahrt in diesem Bereich legalisiert werde.
„Weder ich, noch meine Kolleginnen und Kollegen aus der Spitze des SPD-Ortsvereins wollen LKW-Begegnungsverkehr auf der Straße zwischen Espa und Cleeberg sehen“ erklärte Dörr.
„Auch liegt meines Wissens kein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion vor“ ergänzte der SPD-Chef.
Ganz im Gegenteil sieht Dörr die Langgönser SPD als ökologischen Motor in der Gemeinde. Der Ortsvereinsvorsitzende erinnerte an die jüngsten Anträge der SPD-Fraktion, in der z.B. die Einrichtung einer Energieberatung gefordert oder die Prüfung der Einrichtung einer Gentechnikfreien Region beantragt wurde.
„Auch vernachlässigen wir nicht den Naturschutz, nur weil wir an einer Stelle auch mal auch und gerade aus Sicherheitsgründen dem Erhalt von fünf alten Bäumen skeptisch gegenüberstehen“ äußerte er im Anschluss und bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei den SPD-Ortsbezirken, die in den vergangenen Jahren, wenn auch mit Unterbrechungen, an den Müllsammel-Aktionen im Gemeindegebiet teilgenommen hatten. „Hier wird aktiver Umweltschutz betrieben“.
Der Sozialdemokrat wies auch darauf hin, dass sich der SPD-Ortsverein Langgöns seit 2006 besonders kritisch mit der Novellierung des Hessischen Gesetzes über Naturschutz und Landschaftspflege und der damit verbundenen Aufhebung vieler Landschaftsschutzgebiete in Hessen durch die damalige CDU-Landeregierung auseinandergesetzt hatte. Dörr selber hatte seinerzeit Umweltminister Dietzel schriftlich zur Rücknahme der Gesetzesänderung aufgefordert. Und aufgrund der Initiative der Langgönser Genossen wurde die Rücknahme dieses Gesetzes innerhalb aller Gremien der SPD bis zum Landesparteitag 2008 beschlossen. Auch wenn die Landtagsneuwahl 2009 dem Antrag letztlich einen Strich durch die Rechnung gemacht hat ist der SPD-Vorsitzende stolz darauf, dass sich die Langgönser SPD besonders für den Erhalt der Landschaftsschutzgebiete und damit auch z.B. der regionaltypischen Streuobstwiesen eingesetzt hat.

Die Geschichte mit dem potentiellen Gewerbegebiet „Blauer Rain“ werde von der Koalition völlig überzogen dargestellt. „Hier wird immer so getan, als ob in einem Jahr 60ha Land bebaut sein würden“ meinte Dörr.
Der, auch von der SPD unterstützte, Vorschlag von Bürgermeister Horst Röhrig sei eine langfristige Planung, deren Ausbau in kleinen Schritten erfolgen solle und über mehrere Jahrzehnte ausgelegt sei. Der immer wieder von der Koalition ins Spiel gebrachte Magna-Park biete enorme Potentiale, decke aber bei weitem nicht die gesamte Palette an benötigten Gewerbeflächen ab. Dies hänge auch damit zusammen, dass die Lage des Gebietes einigen Unternehmen zu weit weg von den Autobahnen sei. Hier müsse sich die Gemeinde Langgöns variabler aufstellen, sonst würden die Investoren eben nach Linden oder Gießen gehen. „Der Flächenverbrauch bleibt gleich, aber die Steuereinnahmen gehen in die Nachbarkommunen“ erklärte Dörr.
Die wenigen vorhandenen Baulücken in schon ausgewiesenen Langgönser Gewerbegebieten sind für die SPD auch keine Lösung. Erstens wollen auch da viele Betriebe wegen der Entfernung zur Autobahn nicht ansiedeln und zweitens würde das eine zusätzliche Verkehrsbelastung für die Kerngemeinde Lang-Göns bedeuten. „Ich glaube nicht wirklich, dass dies im Sinne gerade von Grünen-Chef Michael Buss ist“ meinte der Sozialdemokrat.
Geärgert hat Dörr die Aussage über die angebliche fehlende Diskussionsfähigkeit der SPD: „Michael Buss wird sicher nicht bestreiten können, dass wir beide bisher ausnahmslos sehr konstruktiv miteinander gesprochen haben. Außerdem hat der Michael meine Telefonnummern genauso wie der SPD-Fraktion mit Thomas Schmidt an der Spitze“. Die SPD sei jederzeit für Gespräche offen. Nur leider werde von Seiten der Jamaika-Koalition immer wieder „Fakten geschaffen“. „Ich höre immer wieder von Mitgliedern aus Arbeitskreisen, Ausschüssen und der Fraktion, dass Vorschläge der SPD von der Mehrheit mit den Worten „aber wir haben bereits anders entschieden“ zur Seite gewischt werden“ bedauerte Dörr abschließend.