Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Langgöns, Gerald R. Dörr, hat sich in einer Pressemitteilung für die Einrichtung eines „Runden Tisches“ bzgl. des Glashauses Dornholzhausen ausgesprochen. „Verantwortlichkeiten müssen klar geregelt sein!“
Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Langgöns, Gerald R. Dörr, hat sich in einer Pressemitteilung für die Einrichtung eines „Runden Tisches“ bzgl. des Glashauses Dornholzhausen ausgesprochen. „Verantwortlichkeiten müssen klar geregelt sein!“
Der Sozialdemokrat erklärte, er sehe den Beschluss der Gemeindevertretung in ihrer letzten Sitzung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Ohne Zweifel will ich genauso wie die gesamte SPD, dass den Jugendlichen das Glashaus wieder zur Verfügung gestellt wird. Allerdings wird hierzu eine konzeptionelle Ausarbeitung über die Verantwortlichkeiten und Regeln benötigt“ erklärte der Sozialdemokrat. Es könne nicht einfach abgestimmt und gesagt werden, hier haben die Jugendlichen den Schlüssel. So leicht dürfe es sich Politik nicht machen. Er stelle sich die Frage, wie jene Gemeindevertreter, die dem Beschluss zugestimmt hatten, als Mitglieder des Gemeindevorstandes entschieden hätten.
„Wie sollen hier die Zuständigkeiten verteilt werden“ fragt sich Dörr. Sollen 18-jährige oder gar 17- oder 16-jährige die rechtliche Verantwortung für evtl. sachliche Schäden oder gar Personenschäden, womöglich auch von noch jüngeren Besuchern des Glashauses übernehmen? Das sind Fragen, die sicher auch die Eltern beschäftigen.
„Ich traue unserer Jugend durchaus zu, dass sie mit der Situation und dem „Glashaus“ sehr verantwortungsbewusst umgehen kann. Die Frage ist aber, was im Fall eines Schadens passiert. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Gebäude unmittelbar an die Hauptdurchgangsstraße anschließt. Wenn ein Jugendlicher zu Schaden kommt, ist das Bestürzung groß. Die Verantwortlichkeiten müssen klar geregelt sein!“ fordert Dörr.
Der Gemeindevorstand habe nicht umsonst bisher davon Abstand genommen, das Glashaus wieder für die Jugendlichen zu öffnen. Auch die Vereine hätten dem Gemeindevorstand mitgeteilt, dass sie keine Verantwortung für die Jugendbetreuung übernehmen könnten.
Der SPD-Chef sieht zwei Möglichkeiten, den Jugendlichen das Glashaus wieder zugänglich zu machen. Der eine Weg sei die Einbindung der Jugendpflege. „Die Gemeinde Langgöns verfügt über zwei ausgesprochen kompetente Jugendpflegrinnen, die auch über die Kapazitäten verfügen würden, in Dornholzhausen mit einbezogen zu werden.“
Als zweite Möglichkeit sieht Dörr die Gründung eines Fördervereins. Diesem Verein könnten neben den Jugendlichen und Jugendpflege auch Eltern, die Gemeinde, der Ortsbeirat, Mitglieder der örtlichen Vereine und die Kirche angehören. „Wichtig erscheint mir hierbei, dass klare Strukturen geschaffen, ein Vorstand gewählt, eine Satzung sowie eine Hausordnung erstellt und damit auch Verantwortlichkeiten geschaffen werden“.
In jedem Fall müsse nun ein „Runder Tisch“ aller Beteiligten initiiert werden, um das bestmögliche für die Jugendlichen aus dieser Situation zu machen. „Wenn alle an einem Strang ziehen, kann das Glashaus sicherlich wieder als attraktiver Treffpunkt für die Dornholzhäuser Jugendlichen genutzt werden“ ist sich Dörr abschließend sicher.