-Drei Zugänge hätten völlig genügt-
-Kein Euro kann doppelt ausgegeben werden-
Die beiden Oberkleener SPD-Ortsbeiräte Beate und Gerald R. Dörr haben in einer Pressemitteilung zur in der Gemeindevertretung beschlossenen Sanierung der Treppe am Oberkleener Friedhof Stellung genommen.
„Wir sind froh, dass die Baustelle jetzt wohl bald weg kommt, hätten uns aber einen anderen Lösungsweg gewünscht“ meinte Beate Dörr.
Gerald Dörr erinnerte in dem Zusammenhang an den SPD-Antrag im Ortsbeirat vom 08. August 2011, die marode und nicht nutzbare Treppe auf der Nordseite des Friedhofes ganz entfernen und das Areal als Grünfläche anlegen zu lassen.
„Es gibt auch so drei Zugänge zum Oberkleener Friedhof. Für Besucherinnen und Besucher aus dem Dorf, stehen die beiden westlichen Eingänge zur Verfügung und wer aus dem Neubaugebiet kommt, kann den Eingang im Osten nehmen. Dies hätte völlig genügt“ erklärte er und seine Ehefrau ergänzt „Die Treppe wird nahezu ausschließlich bei Beerdigungen genutzt und ist z.B. für ältere und gehbehinderte Menschen schlecht geeignet“.
„Mir stellt sich die Frage ob man, gerade mit dem Blick auf die finanzielle Situation der Kommunen, die notwendigen Geldausgaben nicht hätte sparen können, kein Euro kann ja doppelt ausgegeben werden“ sagte Beate Dörr.
Dies sieht auch Gerald Dörr so, der als stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender in der Gemeindevertretung gegen die Sanierung gestimmt hatte. „Die schätzungsweise 5 Tsd. Euro, die an Mehrkosten gegenüber einem Rückbau der Treppe entstehen, können beispielsweise nicht mehr in den Breitbandausbau für Oberkleen oder einem etwaigen Kinderspielplatz im Neubaugebiet Riebäcker fließen und natürlich stehen sie auch nicht mehr für die Dorferneuerung Oberkleen mit den wichtigen Bausteinen Gemeindehaus, TSV-Turnhalle, Altes Rathaus und Generationenfläche zur Verfügung. Das muss jeder wissen.“
„In diesen Zeiten kann Politik nicht mehr alle Wünsche erfüllen. Man muss genau schauen, was notwendig ist und was für die Bewohner zwar wünschenswert, aber auch zu entbehren ist“ erklärte Beate Dörr.
„Auf Privatpersonen bezogen ist dies so, als ob sich jemand „auf Pump“ ein viertes Fahrrad zulegt, dass eigene Haus aber ohne Dach, Türen und Fenster da steht und das Auto im Hof nicht mehr fährt“ ergänzte Gerald Dörr abschließend.