SPD in Langgöns

Zukunft gemeinsam gestalten!

Thorsten Schäfer-Gümbel im Gespräch mit Vereinsvertretern

Veröffentlicht am 13.07.2013 in Presse

Der SPD Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat vor Langgönser Vertretern von Vereinen und Organisationen bereitwillig Auskunft zu seinen Arbeitsschwerpunkten als zukünftiger hessischer Ministerpräsident gegeben und dabei auch Fragen zur Gesundheits-, Wohnungs-, Sportpolitik, zur Zukunft des Uniklinikums Gießen / Marburg sowie zur Anerkennung und Förderung des Ehrenamtes gegeben. Sein besonderer Gruß galt Gästen aus der Ukraine, die über den Arbeitskreis Leben nach Tschernobyl derzeit auf Besuch in Langgöns weilen.

Während dieser Veranstaltung hat der hessische SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel angekündigt, die bisherige Praxis der Sportstättenförderung überprüfen zu wollen. Danach solle es in Zukunft auch Kommunen möglich sein, von dieser Landesförderung direkt zu profitieren.
Bislang werden Zuschüsse durch das Land nur an Vereine gezahlt, die die Verfügungsgewalt über Sportstätten inne haben. Eine direkte Antragsstellung durch die Kommunen für zum Beispiel die Sanierung von Sportplätzen ist derzeit nicht möglich, obwohl die Sportplätze zum größten Teil im Eigentum von Städten und Gemeinden stehen.
„In Langgöns haben wir uns bislang damit beholfen, dass wir gemeindeeigene Sportstätten langfristig an unsere Vereine verpachtet haben, um über diesen Umweg von Landeszuschüssen zu profitieren. Das war zum Beispiel beim Bau des Kunstrasenplatzes am Bürgerhaus der Fall und steht derzeit in der Diskussion bei der Ertüchtigung des Sportfeldes für die Leichtathleten“, so Bürgermeister Horst Röhrig während des Gesprächs mit Schäfer-Gümbel. Dieser Umweg über die Vereine könne dann wegfallen, wenn die Kommunen ihrerseits für Zuschüsse aus der Landessportstättenförderung antragsberechtigt seien. Schäfer-Gümbel sicherte den Vereinsvertretern zu, die derzeitige Vergabepraxis zu überprüfen, um ein vereinfachtes Verfahren einführen zu können.
Gleichzeitig kündigte er an, das Ehrenamt in Hessen stärken zu wollen und kritisierte die derzeitige schwarz-gelbe Landesregierung: „Die Stärkung des Ehrenamtes in der Verfassung zu verankern, kann man sich sparen, wenn nichts nachkommt“, so Schäfer-Gümbel. Der Staat ziehe sich immer mehr aus den Gemeinschaftsaufgaben zurück. Am Ende bleibe die Überforderung von ehrenamtlichen Kräften wie zum Beispiel den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren oder den ehrenamtlich in der Pflege tätigen Menschen.
Auf die Wohnungsbaupolitik für Senioren und behinderte Menschen angesprochen, kündigte der SPD-Kandidat an, sowohl den öffentlichen als auch den genossenschaftlichen Wohnungssektor in die Verantwortung nehmen zu wollen. Auch dort müssten die Förderstrukturen verändert werden. Neben dem Erstellen von Katastern für notwendige senioren- und behindertengerechte Umbauten vorhandener Gebäude müsse es für diese Zinsvergünstigungen geben.