SPD: Renate Müll gibt Ortsbezirk Lang-Göns in Hände von Stefanie Bieneck / Rückblick auf Konkretes und Leckeres
SPD: Renate Müll gibt Ortsbezirk Lang-Göns in Hände von Stefanie Bieneck / Rückblick auf Konkretes und Leckeres

Frauen-Power Lang-Göns: Renate Müll und Stefanie Bieneck (hinten)
Seit 2000 ist der SPD-Ortsbezirk Lang-Göns fest in weiblicher Hand. Da übernahm Renate Müll den Vorsitz. Jetzt gab die 60-Jährige das Amt in jüngere Hände: Die 36-jährige Stefanie Bieneck wurde im Juni zur neuen Vorsitzenden gewählt. Damit ist die weibliche Führung im Ortsbezirk der Kerngemeinde auch für die nächsten Jahre gesichert und ein Alleinstellungsmerkmal im Südkreis. Anlass für ein Gespräch mit den Damen.
„Unseres Wissens nach ist es tatsächlich einmalig in der Region, dass eine Frau in diesem Amt einer Frau folgt“, bestätigen die SPD-Damen. „Auch im Parlament sind wir die Fraktion mit den meisten weiblichen Mandatsträgern, die jungen Frauen bringen viel frischen Wind hinein“, betont Renate Müll. Nach 13 Jahren Vorsitz hat die gebürtige Hüttenbergerin, die seit 1969 in Lang-Göns lebt, beschlossen, sich etwas zurückzuziehen und zukünftig nur noch den stellvertretenden Vorsitz zu bekleiden. Nun hat die sechsfache Großmutter und vierfache Mutter, die auch noch ihre eigene Mutter im Nachbarhaus mitbetreut, wieder mehr Zeit für Ehemann und Familie. Seit 1994 ist Müll SPD-Mitglied, seit 1997 aktiv in der Kommunalpolitik. Ihr erster Termin war der SPD-Neujahrsempfang mit Klaus Wowereit. Daran erinnert sie sich noch genau: „Viele haben geholfen. Wir haben stundenlang über 600 Brote geschmiert, Herr Wowereit war von der Hausmacherwurst ganz begeistert!“
Renate Müll war Mitglied der Gemeindevertretung von 2001 bis 2011 und im Ortsbeirat von Lang-Göns von 1997 bis 2001 sowie seit 2011. Auch ist sie Beisitzerin im SPD-Ortsverein Langgöns. Bürgernahe Politik war ihr Ziel, im Ortsbezirk der Kerngemeinde hat sie dies ganz konkret umgesetzt: Besonders am Herzen lagen ihr Aktionen wie die Kinderkleidermärkte, die Teilnahme an den Weihnachtsmärkten und am Dorfgemeinschaftstag. Die Häppchen bei den Neujahrsempfängen gehen auf ihr Konto, „die sind mittlerweile richtig berühmt“ meint sie lächelnd. Auch bei den Jahreshauptversammlungen gibt es dank ihr jetzt immer etwas Leckeres zu essen. Auch der SPD-Stammtisch im Landgasthof Gambrinus, jeden ersten Montag im Monat, werde gut angenommen, auch von Nichtmitgliedern.
Zum SPD-Mitglied wurde Stefanie Bieneck 2010. Die Sozialpädagogin, die im Familienzentrum in Kleinlinden arbeitet, stammt aus einer sozialdemokratisch geprägten Familie. „Politisches Engagement war schon immer Thema bei uns“, verrät die ledige Lang-Gönserin, deren Onkel Gunter Bieneck sich ebenfalls seit vielen Jahren in der SPD und anderen Ehrenämtern engagiert. „Ich habe Lust, etwas mitzubewirken, weil ich hier gerne wohne und das gesellschaftliche Leben mitgestalten möchte“, begründet sie ihr politisches Engagement. „Ich habe auch nicht das Gefühl, allein an der Spitze zu stehen, es wird Hand in Hand weitergehen“, freut sie sich auf die Zusammenarbeit mit den Ortsbezirksmitgliedern und lobt die „tolle Arbeit“ ihrer Vorgängerin. In ihren Aufgabenbereich möchte sie sich zunächst einarbeiten und „erst einmal gucken, was ansteht!“
Quelle für Text und Bild:
Gießener Anzeiger vom 13.07.2013 - Imme Rieger