SPD in Langgöns

Zukunft gemeinsam gestalten!

In Espa sausen Daten bald schneller durchs Netz

Veröffentlicht am 07.08.2012 in Presse

(v. l.) Annemarie Lorenz, Volker Rühl, Horst Röhrig, Klaus Wilhelm, Heinz Bergfeld und Wolfgang Werner

Startknopf fürs schnelle Internet gedrückt - Genutzt werden kann es ab 10. August - Lob für hohe Bürgerbeteiligung.

Ortsbeiratsmitglied Annemarie Lorenz, Ortsvorsteher Volker Rühl, Bürgermeister Horst Röhrig, Breitband-Ansprechpartner der Verwaltung in Langgöns Klaus Wilhelm, Diplom Ingenieur und Gesellschafter des Instituts für Regionalmanagement, Heinz Bergfeld und Diplom Ingenieur Wolfgang Werner als Breitbandbeauftrager der Telekom, drückten symbolisch gemeinsam den Startknopf für das schnelle Internet im Langgönser Otsteil Espa vor dem alten Gerätehaus in der Kleehofstraße.

Doch sofort sausen die Daten noch nicht durchs Netz. Ein bisschen Geduld müssen die Espaer noch haben. Ab sofort könne gebucht werden, erklärte der Mann von der Telekom. Mit Freischaltungen könne ab 10. August gerechnet werden. Die Telekom mache zunächst Testläufe.

Wie es in dem sogenannten „Mehrfunktionen-Gehäuse“ (MFG) genau aussieht, dürfe er nicht zeigen, sagte der Breitbandaufbeauftragte der Telekom. Allerdings handele es sich im weitesten Sinne um einen Verteiler. Vom wenige Meter entfernt stehenden Schaltkasten führten Leitungen, so Werner, in das MFG. Anders als in der Kernstadt Langgöns kam in Espa nicht die Breitband GmbH, sondern die Telekom zum Zuge. Sie habe, so der Ortsvorsteher, das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Ebenfalls anders als in Langgöns, werden die Daten in Espa nicht per Kabel, sondern per Richtfunk transportiert. Ein Sendemast sei, so der Bürgermeister, mit dem MFG verbunden. Dieser stehe, so Röhrig, in Richtfunk-Verbindung mit der Station auf dem Dünsberg. Es sei ein Glück, dass es diese Möglichkeit gebe, sagte der Rathauschef. Das Telefon sei weiterhin über Kabel, die von Butzbach kämen, verbunden.

Zur Frage der Glasfaser-Technologie, die von Befürwortern der Breitband-GmbH häufig genannt wird, sagte Werner, diese Technik sei in der Zukunft ebenfalls für Espa nicht ausgeschlossen. Bergfeld sagte, dass jene Technik in kleineren Orten zunächst allerdings meistens nicht unbedingt notwendig sei. Beachten müsse man,, so Werner, dass man nicht automatisch in der Geschwindigkeit höher geschaltet werde. Auch jene, welche etwa eine Sechs-Megabit-Flatrate gebucht hätten, müssten ihren Wunsch höher gestuft zu werden bei der Telekom, am Besten bei einem T-Punkt, bekannt geben. Der nächste T-Punkt, so der Mann von der Telekom, liege in Butzbach oder in Wetzlar. Ebenfalls könne man telefonisch buchen. Per Internet sei dies jedoch erst ab dem 10. August möglich.

Ortsvorsteher Rühl zeigte sich über die Beteiligung der Bürger erfreut. Um das Projekt möglich zu machen, hatten die 11 100 Euro gesammelt. 10 000 Euro seien nötig gewesen.

Da nun die Rechnung doch vom Langgönser Haushalt beglichen werden soll, stehe es den Bürgern frei, das Geld zurück zu fordern. Allerdings müsse man sich bis zum 31. August bei der Stadt melden. In einer Handzettelaktion, so Rühl, werde darauf aufmerksam gemacht, damit jeder informiert sei.

Quelle: Gießener Anzeiger vom 07.08.2012