„Verunglimpfung von Arbeitslosen ein unschöner Akt der Respektlosigkeit!“ - Firma Bork hat keinen Grund, sich über die Langgönser SPD zu beklagen!
„Verunglimpfung von Arbeitslosen ein unschöner Akt der Respektlosigkeit!“ - Firma Bork hat keinen Grund, sich über die Langgönser SPD zu beklagen!
Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Langgöns, Gerald R. Dörr, und der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung der Gemeinde Langgöns, Rupert Bunk, haben in einer gemeinsamen Erklärung zu dem Mail von Steffen Bork an die Mitarbeiter der Firma Bork Stellung genommen.
Die beiden Sozialdemokraten bedauerten den Inhalt des Schreibens, in dem Herr Bork als Arbeitgeber in einer mehr als deutlichen Art und Weise seinen Mitarbeitern eine Wahlempfehlung für die Landtagswahl gegeben hatte. Dabei sahen die beiden Vorsitzenden die inhaltlichen Angriffe auf die SPD noch relativ gelassen. „Dass die SPD auf Unternehmerseite, zumal in Wahlkampfzeiten, nicht nur Freunde findet, ist uns vollkommen bewusst“ meinte Rupert Bunk. Damit könne man leben.
Nicht hinzunehmen ist für die Sozialdemokaten aber die Aussage, es sei heuchlerisch, dass Parteien wie die SPD soziale Themen immer wieder in den Vordergrund stellen würden.
Dies bedeute eine klare Verunglimpfung aller SPD-Mitglieder. „Hunderttausende Genossinnen und Genossen in ganz Deutschland sind neben ihrer politischen Arbeit in Vereinen, Sozialverbänden und Gewerkschaften organisiert und arbeiten ehrenamtlich für das Gemeinwesen und sozial benachteiligte Menschen in unserer Gesellschaft“ erklärte Gerald R. Dörr. Daher sei diese Aussage von Herrn Bork mehr als unschön.
Die Anmerkung des Jungunternehmers, dass Mindestlöhne Arbeitsplätze vernichten würden, sei weder volks- noch betriebswirtschaftlich haltbar. In 20 der 27 Länder der Europäischen Union existierten derzeit Mindestlöhne und in den meisten Fällen sei die prozentuale Arbeitslosigkeit geringer als in Deutschland. Auch sei der Sozialstaat in keiner Weise gescheitert sondern für das insgesamt hohe Wohlstandsniveau in Deutschland verantwortlich.
Richtig verärgert zeigten sich die beiden Sozialdemokraten über die Aussagen von Steffen Bork gegenüber einzelner gesellschaftlichen Gruppierungen, wie Beamten, Richtern, Lehrern und Arbeitslosen. Die Aussage „Wer arbeiten will finde Arbeit….“ bedeute nicht anderes, als dass 3,6 Millionen Arbeitslose in Deutschland nicht arbeiten wollen, denn sonst besäßen sie Arbeit. „Diese Aussage ist ein unschöner Akt der Verunglimpfung gegenüber all diesen Menschen, die händeringend nach Erwerbsarbeit und damit verbundener finanzieller und sozialer Anerkennung in unserer Gesellschaft suchen“ meinte Gerald Dörr und ergänzte, „vielleicht sollten sich alle Arbeitslosen von Langgöns einmal gemeinsam bei der Firma Bork einfinden um zu demonstrieren, dass sie nicht gerne erwerbslos sind“.
Rupert Bunk lobte ausdrücklich das Lebenswerk von Firmengründer Erwin Bork und seinem Sohn Wolfgang, dem aktuellen Geschäftsführer, und erinnerte daran, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Speditionsunternehmen und der SPD-Langgöns in der Vergangenheit immer positiv gewesen sei. „Der Firma Bork wird sich sicher nicht darüber beklagen können, dass ihr von Seiten der SPD oder deren Bürgermeistern in der Vergangenheit unnötige Steine in den Weg gelegt worden sind. Ich möchte da nur auf den Magna-Park verweisen. Als langjähriges Mitglied der Gemeindevertretung ärgere ich mich daher besonders.“ Eine gute Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft, zum Wohle der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger, sei auch in der Zukunft für die SPD eine zentrale Aufgabe.
Gerald R. Dörr wies abschließend darauf hin, dass der SPD-Unterbezirksvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel in seiner Funktion als Mitglied des Hessischen Landtages bereits eine Anfrage an den Geschäftsführer der Spedition, Wolfgang Bork, gerichtet und ein Gespräch angeboten habe. Eine Antwort habe er darauf aber bisher noch nicht erhalten.